RUMS °16/2016 - Reisetasche, denn "nach dem Urlaub" ist bekanntlich "vor dem Urlaub"

Erst mal das Wichtigste für meine liebe Mrs. S.H. aus H.: Happy Birthdaaaay! Alles Liebe zum Geburtstag, Glück und Gesundheit und dass all deine Wünsche und Träume wahr werden. Wir hören uns später - jetzt ist es ja schließlich erst 0 Uhr ;-) Ich hoffe ihr sauft nicht ab auf dem Festival ;-)

Und nun zum Thema: DIE REISETASCHE, welche natürlich irgendwie vor dem letzten Urlaub nicht fertig wurde. Im Osterurlaub hatte ich mir schon Stoff und Schnitt bei Stof og Stil in Aalborg besorgt. Im Laden gab es ein Verarbeitungsbeispiel und die Tasche fiel mir ins Auge. Spontan habe ich also alle Zutaten eingekauft und dann natürlich erst mal keine Zeit zum Nähen gehabt.



Kurz vor Dänemark hab ich dann mit der Tasche begonnen (wie ihr aber dem Abiballkleid-Post entnehmen konntet, war mein Zeitplan doch recht, sagen wir mal knapp bemessen). Und natürlich wurde sie irgendwie nicht fertig. Was ja kein Drama war, denn ich habe ja diese Reisetasche hier schon vor laaaanger Zeit genäht. Das Fertigstellen habe ich nun erledigt, denn die nächste Reise ist natürlich schon geplant.


Ich muss sagen, meine Nähmaschine ist ja top - bisher hat sie alles vom superleichten Chiffon bis zum festen Leder einwandfrei genäht. Aber dieser - ich sag mal - "Gummistoff" war echt ne Herausforderung. Ich glaube bei Stoff und Stil gibt es den unter Kunstleder, aber in echt ist es halt ein Gummistoff. Das kann man nicht anders sagen. Ich hab ihn einmal wegen des Musters gewählt und zum anderen, weil ich eine wasserfeste Reisetasche wollte. Wasserfest müsste sie sein, hab ich noch nicht ausprobiert. 

Wie gesagt, bei der Verarbeitung ware einiges nicht sooo einfach. Ich musste den Stoff an ein paar Stellen ziemlich durch die Maschine ziehen, da sie ihn nicht so wirklich weitertransportieren wollte.  Daher sind die Nähte auch nicht immer so mega top. Ist aber akzeptabel. (Vielleicht wäre ein anderes Nähfüßchen besser gewesen?)

Im Grunde hab ich alles nach Anleitung genäht, wobei ich sagen kann, dass diese nicht so einfach zu verstehen ist, wenn man a) noch nie Taschen genäht hat und b) nicht das gesehene, fertige Beispiel vor dem inneren Auge hat. Ich konnte zum Glück hinter beiden Voraussetzungen ein Häkchen machen, so dass das Nähen doch gut geklappt hat. Ich mag übrigens die Lösung mit den sich treffenden RVs in der Mitte besonders gerne. Man kann die Tasche fix öffnen und von oben hinein greifen - sehr praktisch.



Die Hänkel habe ich nicht mit dem typischen Nikolaus-Haus-ohne-Dach-Kreuz angenäht, sondern bin einfach fleißig quer über die Autogurte mit einem Dreifachgeradstich hin und her gefahren. Das hatte ich mal in der Schlange beim Bäcker an einer Männertasche (!) gesehen (Männertaschen an sich finde ich übrigens gruselig - aber das ist ein anderes Thema). Das Ergebnis gefällt mir. Ist mal was anderes. Autogurte finde ich übrigens viel schöner als normales Gurtband - wirkt irgendwie hochwertiger (die sind übrigens von Dawanda, einfach Autogurte eingeben. Die gibt es in vielen Farben und Breiten).

Einzig allein an den oberen Taschenecken habe ich mich nicht an das Schnittmuster gehalten. Da sollten über die Ecken so halbrunde Dinger geschoben und festgenäht werden. Sieht man hier auf dem Beispiel ganz gut.


Das wäre aber mal bei dem Gummistoff voll in die Hose gegangen - ganz sicher. (Man muss mal überlegen: zwei Teile aufeinander genäht und gewendet bedeutet schon an manchen Stellen 4 Gummistofflagen, dann das Überstülpen über die Ecken - bedeutet dann nochmal 4 Gummilagen und 4 des Innenstoffes dazu. Wenn ich das alles festnähe habe ich an zugegebenermaßen kleinen, aber wichtigen Stellen ganze 8 Gummistoff- + 4 Innenstofflagen und über den RV muss man auch noch nähen. Das hätte nie und nimmer geklappt.) ...Und da ich keine Lust auf Stress hatte, habe ich mir die Autogurt-Lösung überlegt. Ist natürlich nicht ganz so chic, aber geht. Hätte ich das vorher bedacht, dann hätte ich auch den RV und die oberen Taschenecken bzw. der Taschenrand mit einer durchgehenden Naht angenäht, aber was solls.

Ach ja, und ich habe die Gegenstücke zum Druckknopf viel weiter nach oben setzen müssen. Laut Schnittmuster müssen sie auf der Höhe der unteren Taschenecken sitzen (siehe Bilder)- aber dann sieht die Tasche mega gequetscht aus. Ich habe sie dann wieder rausgelöst und höher angebracht. Sieht meiner Meinung nach viel besser aus. Die Tasche steht nicht so auf Spannung und mehr rein passt auch (siehe untere Bilder).








Recht stolz bin ich darauf, dass ich den RV und auch die Paspel dieses Mal sehr ordentlich eingenäht habe.



So, das war´s..nun ab zu RUMS mit meinem Beitrag.
Die nächsten Beiträge sind auch fertig. Es gibt also wieder regelmäßig was zu lesen hier.

Sonnige (die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt - auch in diesem Sommer) Grüße,
Rike

Kommentare

  1. ...die Tasche ist klasse, der Stoff sieht super aus, aber ich kann dich nur bewundern, dass Du bei so einem schwierigen Stoff bis zum Ende durchgehalten hast. Die Paspeln passen wunderbar dazu...viel Freude daran!!!!marit

    AntwortenLöschen
  2. Danke dir Marit. ;-) Von Vorteil war aber auf jeden Fall, dass der Urlaub dazwischen lag, denn ich war nach der Hälfte schon ein bissel vom Stoff genervt :-) Manchmal tut so eine Pause auch ganz gut.
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

fadenwuermli bei Instagram