MMM - Sweatjacke

Juhuu,
endlich bin ich auch mal wieder bei MMM dabei. Ich muss gestehen, die letzten Blogbeiträge habe ich immer Donnerstags bei RUMS eingestellt und MMM ein bissel vernachlässigt. Aber heute bin ich mit einem - für mich - mega-Projekt dabei und einem seeehr langen Post, denn da ist nicht alles mit der Passform glatt gelaufen.

Ich habe mir endlich vorgenommen eine Sweatjacke zu nähen und ich muss sagen, vor dem Reißverschluss hatte ich wirklich Respekt. Denn die Jacke sollte ja im geschlossenen Zustand bestenfalls nicht krumm und schief aussehen.

Schnittmuster gibt es ja einige, da fiel mir die Auswahl nicht leicht. Erst wollte ich eine PowPowJuna nähen, aber mir war der Schnitt dann doch zu voluminös. Ich wollte eine etwas figurbetontere Jacke. Dann habe ich das Schnittmuster Pellworm von Farbenmix gefunden und ich muss sagen, die Version von Britta (berkwerk) fand ich schon echt cool. Aber ich fand die geteilten Ärmel des Schnitts nicht so gut und ich wollte ein Bündchen als Abschluss haben. Kann man ja alles selber im Schnittmuster ändern, ich weiß, aber dann habe ich die Jacke Janice von Pattydoo gefunden. Diese gefiel mir direkt echt gut und der Preis des ebooks ist mit 2,99 Euro natürlich unschlagbar. Eine Nähanleitung gibts per Video, was für mich auch ganz nett war, denn wie gesagt, da war ja die Reißverschlusssache... Also habe ich mich für diese entschieden und die Pellworm-Variante wieder verworfen - was ein Fehler war.

(* Die Fotos sind nicht so der Hit. Eigentlich wollte ich raus zum fotographieren, aber das Wetter ist momentan ja echt sch***. Und da heute schon Dienstag ist, musste ich fix welche drinnen machen. Eigentlich hatte ich keine Zeit - deswegen auch der blöde Schlagschatten - im Stress net gesehen) 

Ich muss sagen, die Anleitung von pattydoo ist wirklich super. Ich habe mir sogar diese Wonderclips gekauft (allerdings die günstigere Variante von amzaon, mit denen ich wirklich zufrieden bin und die für einen RV doch viel praktischer als Stecknadeln sind). Mit der Videoanleitung hat das Einnähen des RV auch super geklappt. Ich habe ja schon viele RVs bei Taschen und Kissen eingenäht, aber bei so einer Sweatjacke muss man doch seeeehr genau sein, damit Bündchen und Kängurutaschen wirklich exakt aufeinander treffen. Da ist so eine Videoanleitung mit ein paar Tipps und Tricks schon hilfreich. Das genaue Arbeiten ist mir bis auf ein paar Millimeter auch zum Glück gelungen. Denn  eine deutliche Ungenauigkeit würde mich doch sehr ärgern, dafür bin ich zu sehr Perfektionistin. 



Als sie dann endlich fertig war, bin ich doch sehr zufrieden mit dem Ergebnis gewesen. Ich mag den Beleg innen, so sieht die Jacke ordentlicher aus. Und der Sweatstoff von Dawanda, den ich hier gekauft habe, ist wirklich toll. Die Farbe ist sehr schön und die Qualität ist auch top. Ich mag einfach gerne Baumwollstoffe, die keinen Polyesteranteil haben. Wer möchte schon Plastik auf der Haut tragen...und die Kombi mit Bündchen und Racoon gefällt mir auch super...Und ich lobe mal meine Arbeit, denn ich habe wirklich akkurat gearbeitet, so dass alls genau aufeinander gepasst hat....aber..ihr ahnt es schon, es kommt ein ABER.



Die Passform, es ist die Passform. Die Jacke ist mir einfach zu sackig (sieht man gut im Bild unter diesem Absatz). Im ebook wurde empfohlen, dass man an einer gut passenden Jacke die Fertigmaße ermitteln sollte. Hab ich gemacht. Dann gab es da noch eine Tabelle zu den Körpermaßen. Habe ich auch ermittelt. Laut Körpermaßen brauchte ich eine 38, was mich schon etwas stutzig machte, weil ich noch nie 38 getragen habe. Immer nur 36.


Gut, dann hab ich in der zweiten Tabelle nachgeschaut und laut Fertigmaßtabelle passte nix so richtig. Ich habe bei meiner Lieblingsjacke von Elkline nachgemessen. Bei der Saumweite kam ich auf Größe 32, die Jackenlänge war bei jeder Größe im Schnittmuster länger, laut Ärmellänge benötigte ich die Größe 46 (häää???) und die Brustweite sagte mir auch Größe 38. Ich habe mich dann also letztendlich für 38 entschieden, denn ich wollte sie auf keinen Fall zu klein nähen und dann den ganzen Stoff versauen.

Und jetzt kommt das Fazit zum Endergebnis:
Das Endergebnis ist wie in den obigen Bildern zu Teil zu sehen einfach zuuu weit (ich habe natürlich die besten Fotos rausgesucht, welche die Jacke im besten Licht darstehen lassen ;-). Klar, die Jacke ist nicht so tailliert geschnitten wie meine Elkline, aber auch wenn ich sie taillieren würde wäre sie zu groß. Was mir spanisch vorkommt ist die Tatsache, dass die Fertigmaße der Jacke nicht mit denen in der Tabelle überein stimmen. Ich kann mir das überhaupt nicht erkären. Die Brustweite meiner genähten Jacke entspricht laut Tabelle der Größe 46. Wie kann denn das sein???
Hier mal ein Vergleich von meiner Elkline - Kaufjacke und der Janice. Ich hätte das mal vor dem zusammennähen kontrollieren sollen. Egal. man kann sie tragen, aber richtig zufrieden bin ich nicht.



Und nu mein allgemeines Fazit:
Als nächstes werde ich also doch die Pellworm nähen, allerdings als Wendejacke, mit Bündchen und Stehkragen an der Kapuze. Ich hoffe, dass mir die Passform mehr zusagt. Ich bin noch nicht ganz sicher, wie das mit der Wendejacke funktionieren soll, aber irgendwie kriege ich das bestimmt hin (*jetzt werde ich übermütig, nur weil das Nähen der ersten Jacke dank Video eigentlich ganz gut geklappt hat ;-).

Das hoffentlich perfekte Ergebnis gibts dann wie immer hier im Blog zu sehen. Morgen gibts dann aber erst mal ein Mini-RUMS und in der nächsten Woche zeige ich meine neue Beton-Lampe - die macht echt schönes, gemütliches Licht.

bis dahin, 
euch eine kreative Zeit.

Rike




Kommentare

  1. Von vorne hätte ich jetzt gar nicht zu weit eingeschätzt, aber in der SEitenaufnahme sieht man es ja deutlicher.
    Schön ist sie aber trotzdem geworden, auch wenn sie dir zu gross ist.. Das wäre für mich dann halt eine weite Kuscheljacke, wo man im Winter gut was drunterziehen kann.

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